Hirnstoffwechsel

Mentale Erschöpfung ist nicht nur eine Gefühlssache, sondern eine physische Veränderung des Stoffwechsels im Hirn. Durch dauerhafte Freisetzung von Stresshormonen, die nicht adäquat wieder abgebaut werden, verändern sich die Synapsen im Hirn und deren Aufnahme von Botenstoffen, wie Serotonin. Die Psyche ist damit geschwächt oder schlimmstenfalls falls so angegriffen, dass eine Depression entsteht. Dieser Zustand ist nicht durch reine Willenskraft zu beseitigen. Die Heilung braucht vor allem Zeit und all das, was die Batterie wieder auflädt (Entspannung, gute Ernährung, Bewegung). Ist die Erschöpfung überwunden, gilt es, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und die Batterie permanent aufzuladen. Die wichtigste Rolle spielt dabei Bewegung. Beim Ausschütten von Stresshormonen laufen im Körper noch immer die Programme aus Urzeiten ab. Stress bedeutet Gefahr. Der Körper bereitet die Flucht vor und verlagert die Energie in die Muskeln. Bleibt die Flucht aus, werden die Stresshormone nicht abgebaut und der Körper bleibt darauf sitzen.

Im verlinkten Video ist der schleichende Veränderungsprozess im Hirn sehr gut veranschaulicht:

Es gibt aber mittlerweile auch andere Erklärungsansätze. Einige behaupten sogar, dass die Serotonin-These falsch ist und nur deshalb am Leben  gehalten wird, weil die Pharma-Industrie sonst auf ihren Antidepressiva sitzen bleiben würde. Die Alternativen gehen davon aus, dass der Körper eine Art Notfallprogramm startet bzw. dass durch anhaltend sorgenvolle Gedanken, das Hirn negative Denkmuster und deren Folgen automatisiert.

 

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